Rekonstruktive Chirurgie nach Nervenverletzungen

Mit verbesserter Funktion den Alltag leichter bewältigen

Nervenverletzungen können schwerwiegende Folgen haben. Oftmals führen sie zu einer Beeinträchtigung der motorischen oder sensorischen Funktion. In schweren Fällen kann es zu Lähmungen, Kontrakturen oder zum Verlust der gesamten Extremitäten-Funktion kommen.

Hervorzuheben ist die sog. Volkmann’sche Kontraktur nach Gefäßverletzungen. Die rekonstruktive Chirurgie kann in solchen Fällen helfen, die Funktion der betroffenen Extremität wiederherzustellen und Schmerzen zu lindern.

Wir sind spezialisiert auf die Diagnose und Behandlung von Nervenverletzungen. Dazu gehört auch die rekonstruktive Chirurgie. Unser Ziel ist es, Ihnen die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen, die maximal mögliche funktionelle Wiederherstellung zu erreichen und Ihnen so bei der Bewältigung bzw. Minimierung Ihrer Beschwerden zu helfen.

DAS  ERWARTET SIE BEI UNS

Spezialisiertes chirurgisches Team

Spezialisiertes chirurgisches Team

Spezialisiertes chirurgisches Team

Ein über viele Jahre erfahrenes, spezialisiertes chirurgisches Team.

Umfassendes Behandlungskonzept

Umfassendes Behandlungskonzept

Umfassendes Behandlungskonzept

Unser Behandlungskonzept basiert auf dem Wissen und der jahrzehntelangen Erfahrung von Prof. Hanno Millesi. Wir entwickeln diese operativen Strategien laufend anhand der neuesten wissenschaftlichen Forschungserkenntnisse weiter

Teil der Wiener Privatklinik

Teil der Wiener Privatklinik

Teil der Wiener Privatklinik

Als Teil der Wiener Privatklinik verfügen wir über die modernste Ausstattung.

Dolmetscher

Dolmetscher

Dolmetscher

Bei Bedarf organisieren wir erfahrene Dolmetscher.

Rundum Betreuung

Rundum Betreuung

Rundum Betreuung

Sie werden rundum betreut – von der Anfrage bis zum Verlassen der Klinik nach Ihrer Behandlung. Alle notwendigen Untersuchungen und Behandlungen – konservativ und operativ – erfolgen in der Klinik.

Unterstützung nach der Behandlung

Unterstützung nach der Behandlung

Unterstützung nach der Behandlung

Wir unterstützen Sie auch nach der Behandlung und begleiten Sie während der Zeit der Nachsorge, der Regeneration und Bewegungstherapie.

Kompetentes und wohlfühl Ambiente

Kompetentes und wohlfühl Ambiente

Kompetentes und wohlfühl Ambiente

Wir legen Wert darauf, Ihnen ein Ambiente zu bieten, in dem Sie sich kompetent betreut und wohl fühlen.

So stellen wir die Diagnose

Im Zuge der Diagnose bewerten wir Ihre gesamte medizinische Geschichte und Ihren aktuellen Zustand. Die erste Phase der Diagnose umfasst eine Untersuchung sowie nach Bedarf auch Röntgenaufnahmen, MRTs oder andere bildgebende Verfahren.

In manchen Fällen wird auch eine Biopsie notwendig sein. Nachdem alle diagnostischen Tests abgeschlossen sind, besprechen wir mit Ihnen die Behandlungsmöglichkeiten.

Millesi Team Foto

Bestmögliche Ergebnisse für Sie erzielen


Unser Ziel ist stets, durch unsere Behandlung bestmögliche Ergebnisse für Sie zu erzielen. Durch die rekonstruktive Chirurgie kann nach Nervenverletzungen häufig eine Besserung der Funktion erreicht werden. Bei komplexen Verletzungen von Extremitäten sind kombinierte Operationen an Knochen, Sehnen, Muskeln und der Haut notwendig.

Diese Operationen führen wir durch

Eine Nervenverletzung kann einen Patienten sowohl physisch als auch mental belasten. Die Verletzung selbst ist oft schon schlimm genug, aber wenn sie dann auch noch zu Beeinträchtigungen des Alltags führt, kann es sehr frustrierend und deprimierend sein.

In der Regel wird eine rekonstruktive Chirurgie nach einer Nervenverletzung in Betracht gezogen, wenn andere Behandlungsmethoden versagt haben oder keine ausreichende Linderung des Problems bieten können. Die Art der notwendigen Operation hängt von den Schäden ab, die durch die Verletzung verursacht wurden. Wir führen diese Arten von Eingriffen durch:

Wenn die Funktion eines Nervs nicht mehr zu retten oder schlicht die Nervenrekonstruktion nicht mehr sinnvoll ist (später als ein Jahr nach der Verletzung), können durch die Verlagerung von Muskeln und Sehnen die Funktionen eines Stammnervs wieder rekonstruiert werden. Ein häufiges Beispiel ist die Rekonstruktion der Greiffunktion nach Radialisparese (Fallhand, Parese = Lähmung).

Neben der Kontrakturlösung muss auf ein Muskel-Gleichgewicht geachtet werden. Beispiel: Peronäusparese - typischerweise haben diese Patienten einen Fallfuß und zeigen einen sog. Stepper-Gang auf.

Es kommt in weiterer Folge zur Verkürzung der Achillessehne und damit zur Spitzfußstellung. Ein normales Gehen ist nicht mehr möglich.

Unsere Operationsstrategie beinhaltet die Verlängerung der Achillessehne und den Transfer des musculus tibialis posterior vom tiefen hinteren Unterschenkelkompartment in das vordere Unterschenkelkompartment und dann zum Fuß, um die Vorfußhebung aktiv zu ermöglichen. Damit ist ein normales Gehen wieder möglich.

Narben, die durch die Verletzung entstanden sind, können die Funktion des betroffenen Bereichs beeinträchtigen und sind schmerzhaft. Die Narben müssen exzidiert (herausgeschnitten) werden und die Spannungsverhältnisse der Haut durch Hautweichteilplastiken optimiert werden, sodass keine neuen Narbenkontrakturen entstehen.

Wenn durch eine Verlagerung von Sehnen und Muskeln kein neues Gleichgewicht wiederherstellbar ist, so kann eine Durchtrennung des Knochens und Korrektur der Fehlstellung eine Verbesserung der Funktion bewirken.

In anderen Fällen kann durch eine Fraktur eine Fehlverheilung des Knochens entstehen, die eine Korrektur der Achse und der Rotation, eine sog. De-Rotationsosteotomie, notwendig macht.

In Fällen der Hypoplasie von Knochen kann der Knochen durch ein spezielles Verfahren über äußere Knochenspanner verlängert werden. Dabei wird ein Segment des Knochens transferiert. Über die externen Spanner können Knochenverlängerungen von 0,5 bis 1 mm pro Tag erzielt werden.

In manchen Fällen gehen durch schwere Verletzungen Knochen, Muskulatur und Haut verloren. Hier sind nun komplexe Gewebetransfers von einem anderen Körperteil notwendig. Diese sog. freien mikrovaskulären Transfers werden von zwei Operationsteams durchgeführt. Ein Team bereitet den Empfängerbereich vor und das andere hebt die entsprechende Haut, die Muskeln, Knochen oder kombinierte Systeme.

Chronische Wunden können aufgrund von Durchblutungsstörungen, häufig bei Diabetes mellitus, entstehen. Es kommt zu Gewebeverlust neben dem Hautverlust. Dies führt häufig zu zusätzlichen Infektionen. Wir behandeln chirurgisch den Gewebeverlust durch Hauttransplantationen und durch lokalen oder freien Gewebetransfer.

Nach der Operation greifen wir auf ein ausgezeichnetes Team von Wund-Management-Expertinnen zurück, die auch häusliche Verbandwechsel durchführen.

IHR WEG ZU UNS

IST DER WEG ZU
IHRER NEUEN
GESUNDHEIT

1. ERSTORDINATION
Fragebogen ausfüllen und Erstordinationstermin wahrnehmen. Dadurch erhalten wir Informationen über Ihre Beschwerden und Ihre medizinische Vorgeschichte. Im Rahmen der Erstordination erstellen wir die Diagnose und besprechen die Behandlungsoptionen mit Ihnen.

2. BEHANDLUNG
Wir wählen die für Sie optimale Behandlung. Ziel ist es, bestmögliche Ergebnisse für Sie zu erzielen und Ihnen so bei der Bewältigung bzw. Minimierung Ihrer Beschwerden zu helfen.

3. NACHSORGE
Nach der Behandlung in der Klinik kümmern wir uns um die notwendige Nachsorge. Dazu gehören Bewegungs- und physikalische Therapien genauso wie das Wundmanagement und Kontrolluntersuchungen

VORANAMNESE FRAGEBOGEN

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Zum Fragebogen

Falls Sie betreffend Ihrer körperlichen Beschwerden bereits einen langen Krankheits-Verlauf hinter sich haben, bitten wir Sie unseren kostenfreien Fragebogen auszufüllen. Durch Ihre Antworten erhalten wir Informationen über Ihre Beschwerden und Ihre medizinische Vorgeschichte. Das hilft uns bei der Vorbereitung Ihres Erstordinationstermins, bei der Erstellung Ihrer Diagnose und bei der Wahl der passenden Therapie.

FAQ

DIE HÄUFIGSTEN FRAGEN UNSERER PATIENTEN ZUSAMMENGEFASST.

Die Entnahmestelle (zumeist der Oberschenkel) bleibt für 10 Tage verbunden. In dieser Zeit kann sich die verbleibende Haut so weit regenerieren, dass sie nicht mehr oder wenig blutet.

Die transplantierte Haut wird für drei Tage leicht komprimiert. Nach drei Tagen kontrollieren wir, ob eine primäre Haftung der Haut vorhanden ist (erste Verbandwechsel). Das Einheilen der Haut dauert zwei bis drei Wochen.

Beim Verwenden von sehr dünner Spalthaut, also Teile der Haut, kommt es in den Folgemonaten zu einer Schrumpfung, die die chronische Wunde um bis zu einem Drittel verkleinert. Es kommt also darauf an, in welcher Dicke die Haut transplantiert wird.

Die Patienten haben einen stationären Aufenthalt von drei bis fünf Tagen. Danach erhalten sie einen Unterschenkelgips ohne Belastung. Im Anschluss daran erhalten sie einen Unterschenkelgips mit zunehmender Belastung für weitere drei Wochen. Anschließend startet die physikalische Therapie für ca. drei Monate.

Bei dieser Operation werden verschiedene Muskeln zur Rekonstruktion der Finger- und Daumenstreckung und der Handgelenkstreckung verlagert. Nach der Operation erhalten die Patienten eine fixe Behandlung mittels Kunststoffgips für drei Wochen, der anschließend in eine dynamische Fixation gewechselt wird. Es erfolgt die aktive Beugung der Finger und die passive Streckung via Gummibändern. Im Anschluss wird der Patient instruiert, wie er die neuen Funktionen der transferierten Muskeln optimal verwenden kann. Da das Gehirn den funktionellen Umbau der neuronalen Netzwerke gewährleisten muss, ist eine physikalische Therapie notwendig. Wir fangen bereits während der Gips-Immobilisationszeit an, die Neuroplastizität des Gehirns zu stimulieren. Das gelingt, indem die Patienten im Gips die alte Bewegung des transferierten Muskels ausführen und den Muskel nur in der neuen Position spüren.

Jede veraltete Nervenverletzung braucht eine individualisierte Rekonstruktion der Funktion, die wir entsprechend anpassen. Wir sehen den Funktionsverlust, transferieren Muskeln und Sehnen und optimieren dann durch eine frühe Therapie des Gehirns das Ergebnis.