Chirurgie des Plexus brachialis

Profitieren Sie von bestmöglichen Ergebnissen durch unser innovatives Behandlungskonzept

WAS IST DER PLEXUS BRACHIALIS

Der Plexus brachialis ist ein Netz aus peripheren Nerven im Bereich des Halses, aus dem sich alle Nervenstämme für die Schulter und die Armregion formen. Er versorgt den Arm mit Gefühl und Muskelkraft.

Dadurch werden alle Muskeln des Armes inkl. des Schultergürtels gesteuert. Zudem leiten sensible Nerven von den entsprechenden Rezeptoren der Haut und der Muskulatur zum zentralen Nervensystem.

Abhängig davon, welcher Bereich verletzt ist (eine oder mehrere spinale Wurzeln) und in welcher Art (Ausriss, Abriss oder Dehnung), kommt es zu Lähmungen, Sensibilitätsstörungen und Schmerzen. Die Behandlung hängt vom Schweregrad der Verletzung ab und kann chirurgische oder nicht-chirurgische Methoden umfassen.

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Wir sind spezialisiert auf die Diagnose und Behandlung von Nervenverletzungen. Unser Ziel ist es, Ihnen die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen, die maximal mögliche funktionelle Wiederherstellung zu erreichen und Ihnen so bei der Bewältigung bzw. Minimierung Ihrer Beschwerden zu helfen.

DAS  ERWARTET SIE BEI UNS

Spezialisiertes chirurgisches Team

Spezialisiertes chirurgisches Team

Spezialisiertes chirurgisches Team

Ein über viele Jahre erfahrenes, spezialisiertes chirurgisches Team.

Umfassendes Behandlungskonzept

Umfassendes Behandlungskonzept

Umfassendes Behandlungskonzept

Unser Behandlungskonzept basiert auf dem Wissen und der jahrzehntelangen Erfahrung von Prof. Hanno Millesi. Wir entwickeln diese operativen Strategien laufend anhand der neuesten wissenschaftlichen Forschungserkenntnisse weiter

Teil der Wiener Privatklinik

Teil der Wiener Privatklinik

Teil der Wiener Privatklinik

Als Teil der Wiener Privatklinik verfügen wir über die modernste Ausstattung.

Dolmetscher

Dolmetscher

Dolmetscher

Bei Bedarf organisieren wir erfahrene Dolmetscher.

Rundum Betreuung

Rundum Betreuung

Rundum Betreuung

Sie werden rundum betreut – von der Anfrage bis zum Verlassen der Klinik nach Ihrer Behandlung. Alle notwendigen Untersuchungen und Behandlungen – konservativ und operativ – erfolgen in der Klinik.

Unterstützung nach der Behandlung

Unterstützung nach der Behandlung

Unterstützung nach der Behandlung

Wir unterstützen Sie auch nach der Behandlung und begleiten Sie während der Zeit der Nachsorge, der Regeneration und Bewegungstherapie.

Kompetentes und wohlfühl Ambiente

Kompetentes und wohlfühl Ambiente

Kompetentes und wohlfühl Ambiente

Wir legen Wert darauf, Ihnen ein Ambiente zu bieten, in dem Sie sich kompetent betreut und wohl fühlen.

SO STELLEN WIR DIE DIAGNOSE

Die Diagnose einer Verletzung des Plexus brachialis wird in der Regel durch eine klinische Untersuchung gestellt. Ergänzend dazu stellen elektrophysiologische Untersuchungen, hochauflösender Ultraschall und das Neuro-MRT (Magnetresonanztomografie) wichtige Informationen zur Verfügung.

UNSER BEHANDLUNGS-KONZEPT

Bei allen Verletzungen des Plexus brachialis wenden wir ein umfassendes Behandlungskonzept an, welches den Patienten erwiesenermaßen hilft, den bestmöglichen Behandlungsausgang zu erreichen. Sehr individuell, entsprechend dem Verletzungsmuster und der erreichten Funktion, wechseln sich konservative Maßnahmen und Operation am Nervengeflecht ab.

Zusätzlich bemühen wir uns, neue Behandlungsoptionen zu entwickeln, welche alle beeinträchtigten funktionellen Strukturen (Nerven, die von ihnen versorgten Organe und das Zentralnervensystem) einbeziehen. Neben den möglichen peripheren Nervenfasertransfers achten wir speziell darauf, auch die Läsion (= Verletzung oder Funktionsstörung) am Plexus brachialis zu rekonstruieren. Unser Ziel ist es, für die Patienten maximale Funktionalität und eine bestmögliche Reduktion der Schmerzen zu erreichen.

Die Behandlung von Verletzungen des Plexus brachialis und der dadurch bedingten Lähmung des Armes gestaltet sich für jedes Kind und jeden Erwachsenen sehr individuell und ist abhängig vom Alter des Patienten, dem Beginn der Behandlung nach dem Trauma sowie der Art und dem Schweregrad der Verletzung.

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BEHANDLUNG IN DREI PHASEN

  1. Die erste Phase der nervenchirurgischen Behandlung muss im ersten Jahr nach dem Nerventrauma erfolgen.
  2. Die zweite Phase der physikalischen Therapie dauert etwa ein bis zwei Jahre.
  3. Nach der erfolgten Nervenregeneration beginnt die dritte Phase der das Ergebnis verbessernden rekonstruktiven Operationen.

Insgesamt dauert eine Behandlung bei Erwachsenen zwischen drei und fünf Jahren.

KONSERVATIVE UND OPERATIVE THERAPIE

Aufgrund unserer jahrzehntelangen Erfahrung in der Behandlung von Verletzungen des Plexus brachialis und einer kontinuierlichen Weiterentwicklung von Behandlungsstrategien konnten enorme Fortschritte erzielt werden.

Nicht alle Verletzungen des Plexus brachialis benötigen eine Operation, doch haben unsere eigenen Ergebnisse gezeigt, dass es bei etwa 20 % der Patienten zu keiner oder nur zu einer teilweisen Regeneration des Arm-Nerven-Geflechtes kommt. Bei manchen Patienten kann es auch zu einer Unterbrechung der bereits gestarteten Regeneration kommen. Hier wird eine Operation erforderlich.

Durch die von Prof. Hanno Millesi entwickelte Technik der interfaszikulären Nerventransplantation wurde eine sichere Methode zur Wiederherstellung der Kontinuität von Nervenverletzungen eingeführt. Sogar bei Patienten mit Ausriss aller Nervenwurzeln des Plexus brachialis können nützliche Funktionen wiederhergestellt werden. Dabei werden Nervenfasern aus anderen Regionen des Körpers genützt.

DIESE OPERATIONEN AM PLEXUS BRACHIALIS FÜHREN WIR DURCH

Unsere operativen Behandlungen reichen von der Dekompression der einzelnen Nerven und der Technik der Neurolyse (Freilegung der Nervenstrukturen) bis hin zu höchst komplexen, langwierigen mikrochirurgischen Rekonstruktionen des Plexus brachialis. Wir setzen alle verfügbaren Nerven-Ressourcen ein (= Rekonstruktion des Plexus brachialis plus periphere Nervenfasertransfers), wenn notwendig, um ein maximales Ergebnis für Sie zu erzielen.

Interfaszikuläre Nerventransplantation
Bei der interfaszikulären Nerventransplantation wird ein Teil des Plexus brachialis entfernt und durch eine Transplantation mit einem Nerv aus einem anderen Körperbereich ersetzt. Diese Operation setzen wir in der Regel bei Patienten mit schweren Läsionen des Plexus brachialis ein, die nicht auf konservative Behandlungsmethoden ansprechen. So können wir im Idealfall Ihren Plexus brachialis rekonstruieren und die motorischen und sensiblen Funktionen Ihres Arms wiederherstellen.

Periphere Nervenfasertransfers
Periphere Nervenfasertransfers werden isoliert bei Ausriss-Verletzungen verwendet sowie im Zusammenhang mit der Rekonstruktion des Plexus brachialis, um möglichst viele Nervenfasern in die Peripherie zu führen.

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Gute Erfolgs-Aussichten


Die Erholung von einer Verletzung am Plexus brachialis ist ein komplexes und langwieriges Unterfangen. Wir wissen aber aus unserer Erfahrung, dass die Behandlung in den meisten Fällen sehr erfolgreich ist. Die vollständige Genesung ist zwar selten, doch die meisten Patienten können mit physiotherapeutischer Hilfe und anderen rehabilitationstechnischen Methoden nach der Operation wieder vollständig oder weitgehend mobil werden.

Die häufigste Ursache für eine Plexus-Brachialis-Verletzung bei Kindern ist ein Geburtstrauma. Im Rahmen einer natürlichen Geburt kann es zu einer Dehnung, einer Ruptur (= Riss) oder zu einer Ausrissverletzung des Plexus brachialis kommen, wenn sich die Schulter des Babys im Geburtskanal der Mutter verhakt (Schulter-Dystokie).

Bei Kaiserschnitten kann es ebenfalls zu Plexus brachialis Verletzungen kommen, da der Trend zur Nachahmung einer natürlichen Geburt zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Die Folgen einer solchen Verletzung sind Lähmungen und Sensibilitätsstörungen, aber im Unterschied zu Erwachsenen nie neuropathische Schmerzen.

Diagnose und Behandlung einer Plexus brachialis Verletzung von Erwachsenen und Säuglingen sind ident. Die später zum Einsatz kommenden rekonstruktiven Verfahren bei Kindern unterscheiden sich aber in der Art und im zeitlichen Verlauf, da Kinder wachsen, sich entwickeln und lernen.

IHR WEG ZU UNS

IST DER WEG ZU
IHRER NEUEN
GESUNDHEIT

1. ERSTORDINATION
Fragebogen ausfüllen und Erstordinationstermin wahrnehmen. Dadurch erhalten wir Informationen über Ihre Beschwerden und Ihre medizinische Vorgeschichte. Im Rahmen der Erstordination erstellen wir die Diagnose und besprechen die Behandlungsoptionen mit Ihnen.

2. BEHANDLUNG
Wir wählen die für Sie optimale Behandlung. Ziel ist es, bestmögliche Ergebnisse für Sie zu erzielen und Ihnen so bei der Bewältigung bzw. Minimierung Ihrer Beschwerden zu helfen.

3. NACHSORGE
Nach der Behandlung in der Klinik kümmern wir uns um die notwendige Nachsorge. Dazu gehören Bewegungs- und physikalische Therapien genauso wie das Wundmanagement und Kontrolluntersuchungen

VORANAMNESE FRAGEBOGEN

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Zum Fragebogen

Falls Sie betreffend Ihrer körperlichen Beschwerden bereits einen langen Krankheits-Verlauf hinter sich haben, bitten wir Sie unseren kostenfreien Fragebogen auszufüllen. Durch Ihre Antworten erhalten wir Informationen über Ihre Beschwerden und Ihre medizinische Vorgeschichte. Das hilft uns bei der Vorbereitung Ihres Erstordinationstermins, bei der Erstellung Ihrer Diagnose und bei der Wahl der passenden Therapie.

FAQ

DIE HÄUFIGSTEN FRAGEN UNSERER PATIENTEN ZUSAMMENGEFASST.

Zu Verletzungen des Plexus brachialis kommt es häufig im Zuge von Motorradunfällen, anderen Verkehrsunfällen oder Sportunfällen. Auch Tumore, Kompressionen (Druck) oder Strahlenbehandlungen können den Plexus brachialis schädigen.

Das mögliche Behandlungsergebnis hängt vom Grad der Verletzung und vom Zeitpunkt des Behandlungsbeginns ab und lässt sich daher pauschal nicht beantworten.

Der Plexus brachialis wird revidiert und je nach Verletzungsgrad die Dekompression oder die Rekonstruktion mittels Nervenfasertransfers durchgeführt.

Der Arm wird mit einer Armschlinge für fünf bis sieben Tage immobilisiert. Nach zwei Wochen erfolgt die Nahtentfernung. Dann wird mit einer passiven Bewegungstherapie bis zur Horizontale gestartet. Das Bewegungsausmaß darf bis zur sechsten postoperativen Woche zunehmen.

Anschließend wird wiederum die Muskelstimulation der denervierten (= unterbrochene Nervenbahnen) Muskeln aufgenommen. Diese Stimulation sollte auch vor der Operation durchgeführt werden, da dadurch die kontraktilen Elemente (das sind jene Bereiche, die sich zusammenziehen können) des Muskels länger am Leben erhalten werden können.

Es ist nachgewiesen, dass gelähmte Muskulatur, die passiv bewegt wird, nach einer Reinnervation bessere funktionelle Ergebnisse bietet. Die Sehnen- und Gelenksbeweglichkeit muss durch physikalische Therapie erhalten werden.

Ja, das ist sinnvoll und notwendig. Sie trägt zu einem guten, funktionellen Ergebnis bei. Erwachsene durchlaufen in der Regel eine lange Phase der physikalischen Therapie: Ein bis zwei Jahre.