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REKONSTRUKTIVE CHIRURGIE NACH OBSTETRISCHEN LÄSIONEN

Dynamische Schienung nach multiple funktionellen Muskeltransfers der rechten Schulter

Folgeerscheinungen nach obstetrischer Plexusläsionen und deren funktionellen Operationen

Nach der Geburt entwickeln sich das Nervensystem wie auch andere funktionelle Systeme (Skelett, die Muskulatur, Faszien und andere Gleitsysteme etc) weiter. Neben dem Größen-und Längenwachstum müssen auch stabilisierende Bewegungsabläufe sowie die Bewegung selbst erlernt werden. Kommt es während der Geburt zu einer Verletzung des Arm-Nervengeflechtes so sind alle diese Systeme und auch deren Entwicklung, sowie das Größenwachstum gestört. Basierend auf dieser primären Nervenschädigung können verschiedene Pathologien in jedem Wachstumsalter entstehen. Daher bedarf eine Verletzung des Arm-Nervengeflechtes einer Behandlung bis das Wachstum des Kindes vollständig abgeschlossen ist.

Es ist für das Baby wichtig, alle Entwicklungsstadien einer normalen Entwicklung durchzumachen. Zur normalen Entwicklung des Säuglings gehört die Rückwärtsbewegung des Schulterblattes am Brustkorb. Nach der Geburt liegen die Schulterblätter noch relativ weit seitlich am Damit wird die Atmung erleichtert. Für diese Neuplatzierung des Schulterblattes sind viele Schultermuskeln, die bei der oberen Plexusläsion betroffen sind, notwendig. Der Säugling erlernt nicht in Bauchlage den Körper mit den Armen zu stabilisieren, da Schultermuskeln gelähmt sind. Zudem werden normale Muskeln des Schultergürtels durch das fehlende Erlernen der Bewegungsmuster funktionell desintegriert. Das Erlernen des Krabbelns als weiterer Entwicklungsschritt und der damit verbundenen weiteren Stabilisierung des Schultergürtels beispielsweise ist für die normale Entwicklung des Schulterblattes und der anderen Knochen des Schultergürtels und auch des Brustkorbes essentiell. Bedingt durch diese Entwicklungsstörungen können Wachstum und das Erlernen von Bewegungsabläufen gestört sein und sich Steifigkeiten der verschiedenen Gelenkssysteme entwickeln. Eine kontinuierliche Physiotherapie mit spezialisierten Therapeuten scheint daher wichtig, um Bewegungsmuster altersentsprechend richtig zu erlernen.

Häufig entsteht beispielsweise ein Ungleichgewicht von beugenden zu streckenden und innen- und außenrotierenden Muskelsystemen. Daraus resultieren entsprechende Einschränkungen der Bewegungsmuster, welche wiederum Auswirkungen auf das Skelett haben. Im Rahmen regelmäßiger Kontrollen können solche Ungleichgewichte durch uns allerdings rechtzeitig erkannt werden. Durch Physiotherapie, elektrische Stimulation oder sekundär regulierende Operationen werden die Funktionen des Armes und der Hand weiter optimiert.


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